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← Zurück zum Blog 08.09.2026 · Michael Hippold, Fachkraft für Arbeitssicherheit · ca. 2 Min. Lesezeit

Arbeitssicherheit in Gartenbau und Landwirtschaft: Worauf es im Saisonbetrieb ankommt

Gartenbau und Landwirtschaft gehören zu den unfallträchtigsten Branchen überhaupt: schwere Maschinen, Saisonspitzen mit vielen ungelernten Aushälfen, Arbeit bei jeder Witterung und der Umgang mit Gefahrstoffen treffen hier zusammen. Zuständiger Unfallversicherungsträger ist die SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau). Ein Überblick, worauf es im Betriebsalltag ankommt.

01Maschinen und Geräte

Schlepper, Anbaugeräte, Häcksler, Motorsägen, Hebebühnen: Die häufigsten schweren Unfälle passieren an laufenden Maschinen. Klassiker sind die Zapfwelle (Einzugsgefahr), das Umstürzen von Fahrzeugen am Hang und Arbeiten an nicht stillgesetzten Geräten. Wichtig sind regelmäßige Prüfungen, funktionierende Schutzeinrichtungen und eine Einweisung, bevor jemand eine Maschine bedient.

02Witterung: Hitze, UV und Kälte

Wer draußen arbeitet, ist der Witterung dauerhaft ausgesetzt. UV-Strahlung ist dabei kein Schönheitsthema: Dauerhafte Sonnenbelastung kann heller Hautkrebs verursachen und unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheit anerkannt werden. Schatten, Kopfbedeckung, körperbedeckende Kleidung und Sonnenschutz gehören daher zum Arbeitsschutz - ebenso wie Trinkpausen bei Hitze und passende Kleidung bei Kälte.

03Saison- und Erntehelfer

In der Hochsaison arbeiten viele Kräfte im Betrieb, die neu, ungelernt und oft fremdsprachig sind. Sie müssen vor Arbeitsbeginn unterwiesen werden - und zwar so, dass sie es verstehen. Das gelingt mit einfacher Sprache, Bildern und Vormachen. (Mehr dazu im Beitrag zur Unterweisung trotz Sprachbarriere.)

04Gefahrstoffe und biologische Gefährdungen

Der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln setzt Sachkunde voraus und verlangt geeignete Schutzausrüstung, korrekte Lagerung und Betriebsanweisungen. Dazu kommen biologische Gefährdungen - etwa durch Zecken (FSME/Borreliose), Tierkontakt oder Staub - und der Tetanusschutz. Auch hier gilt: die konkreten Vorsorge- und Impffragen klärt der Betriebsarzt.

05Was der Betrieb braucht

Grundlage ist wie überall die Gefährdungsbeurteilung - hier besonders für die saisonal wechselnden Tätigkeiten. Wer Maschinen, Witterung, Saisonkräfte und Gefahrstoffe strukturiert betrachtet, deckt die großen Risiken zuverlässig ab, bevor etwas passiert. Ich unterstütze Betriebe im Gartenbau und in der Landwirtschaft dabei praxisnah - passend zum Saisonrhythmus.

Sie führen einen Betrieb im Gartenbau oder in der Landwirtschaft? Ich richte Ihren Arbeitsschutz praxisnah und passend zum Saisonrhythmus ein.

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